Schritt für Schritt übernehme ich Verantwortung für Umwelt- und Klimaschutz.
Manchmal spielt mir mein Kopf Streiche – er sagt mir: „Was ich tun kann, ist zu wenig, um etwas zu bewirken, ich muss auf Regierungs- und Unternehmensebene warten“, oder, einer meiner Favoriten: „Ich habe gerade keine Zeit dafür.“
Öffentlich zu benennen, was ich tatsächlich tue, hilft mir, dranzubleiben – es weiterzuentwickeln und auszubauen.
Also, hier ist es:
Über die Waldaktion der Stiftung Wald für Sachsen: die Pflanzung und fünfjährige Pflege von 501 Bäumen in einem Wiederaufforstungsprojekt in der Nationalparkregion Sächsische Schweiz.
Das Ziel ist ein stabiler, vielfältiger, klimaresistenter Mischwald, überwiegend aus Laubbäumen. Ausgewählt wurden heimische deutsche Baumarten, die mit zunehmender Dürre durch den Klimawandel zurechtkommen: vor allem Traubeneiche, Hainbuche, Winterlinde, Flatterulme, Weißtanne und Eibe. Zuvor stand hier eine einseitig angelegte Fichtenmonokultur, die nach den Dürresommern ab 2018 durch den Borkenkäfer abstarb.
Spanien ist das am stärksten betroffene EU-Land in Europas rekordverdächtiger Waldbrandsaison 2026 – gemessen am Anteil der verbrannten Fläche im Verhältnis zur Landesgröße. (Euronews)
Meine Spende geht an Plant-for-the-Planet, konkret an das Projekt in Alcalá de los Gazules, Cádiz. Gemeinsam mit der Stadtverwaltung werden dort Korkeichen (Quercus suber) gepflanzt und wiederhergestellt, um „la seca“ zu bekämpfen und die lokale Biodiversität und Klimaresilienz zu stärken. Plant-for-the-Planet betreibt außerdem FireAlert, ein Werkzeug zur schnellen Waldbrandreaktion. Meine bisherige Teilspende.
Alte, intakte Wälder binden große Mengen an Kohlenstoff und Feuchtigkeit. Das macht sie widerstandsfähiger gegen Dürre, und durch Verdunstung kühlen sie die Landschaft um sich herum. Sie sind Lebensraum für unzählige Tiere und Pflanzen. Wälder sind unverzichtbar.
Für je 160 Teilnehmerstunden, die ich online unterrichte, spende ich einen Baum.
Woher die Zahl kommt:
Ich habe dieses Verhältnis aus den unten genannten Quellen abgeleitet, mit rund 50 g CO₂e pro Teilnehmerstunde und etwa 8 kg, die ein etablierter Baum pro Jahr aufnimmt. Ich nenne die Quellen, weil sie sich widersprechen: Die veröffentlichten Schätzungen für eine Stunde Videokonferenz unterscheiden sich um den Faktor fünfzig, und ein neu gepflanzter Baum macht bereits ausgestoßene Emissionen nicht rückgängig. Die Zahl ist deshalb mein selbstgewählter Maßstab – keine Aussage zur Klimaneutralität.
Seit 2026 führe ich sowohl mein privates als auch mein geschäftliches Konto bei der GLS Bank – einer 1974 in Bochum gegründeten Genossenschaftsbank und der ersten sozial-ökologischen Bank Deutschlands.
Sie vergibt Kredite ausschließlich für soziale und ökologische Vorhaben – gleichermaßen an Unternehmen wie an PrivatkundInnen: erneuerbare Energien, ökologische Landwirtschaft, bezahlbarer Wohnraum, freie Schulen, Pflegeeinrichtungen, Kultur. Rüstung, Atomkraft, Kohle, Tabak und Kinderarbeit sind ausgeschlossen. Sie ist die einzige Bank in Deutschland, die vierteljährlich alle an FirmenkundInnen vergebenen Kredite veröffentlicht. KundInnen können nachvollziehen, wofür ihr Geld eingesetzt wird, und selbst bestimmen, in welche Branche ihre Einlagen fließen.
Wenn Du möchtest, dass Deine Zahlung das mitträgt: innerhalb Europas bitte per Banküberweisung, international bitte über Wise. Kreditkartenzahlungen sind möglich und laufen bald ebenfalls über diese Bank. PayPal-Zahlungen bleiben bei PayPal.
Seit 2023 halte ich eine Pangaea Life Basis-Rente bei der Bayerischen, angelegt im Pangaea Life Blue-Energy-Fonds.
Anders als die meisten fondsgebundenen Renten kauft dieser Fonds keine Aktien. Er investiert in reale Sachwerte: Photovoltaikparks, Windparks, Wasserkraftwerke und Energiespeicher, aktuell mit Schwerpunkt Europa. So arbeitet das Geld die ganze Zeit über – bis ich das Rentenalter erreiche – für die Energiewende.
Mein Engagement muss wachsen.
Ich möchte, dass jeder Teil meines Lebens berücksichtigt wird: Fortbewegung, privat wie geschäftlich; Zeit, die ich online verbringe, besonders mit KI; Energie- und Wasserverbrauch; die Materialien, die ich kaufe; die Lebensmittel, die ich esse…
Ich treffe bewusste Entscheidungen – wo ich einkaufe, was ich esse, wie ich reise und mich fortbewege, wie viel Energie ich verbrauche, wie viel Abfall ich produziere – und trage trotzdem weiterhin zur schrittweisen Zerstörung der Umwelt bei.
Weniger verbrauchen kommt zuerst. Wiederherstellung zu finanzieren kommt an zweiter Stelle und kann das Erste nicht ersetzen. Beides muss schneller vorangehen, als es das derzeit tut – auch meine eigenen Bemühungen.
Ich spende regelmäßig an Mein Grundeinkommen e.V., der sich für ein Bedingungsloses Grundeinkommen einsetzt.
Da KI und Robotik zunehmend menschliche Arbeit in immer mehr Bereichen übernehmen und bezahlte Arbeitsstunden dadurch radikal sinken könnten, wird die Frage, wie wir unsere Grundbedürfnisse decken, immer dringlicher. Meine kühne Vision ist ein System, in dem die Grundkosten des Lebens für alle gedeckt sind und jedeR Mensch frei entscheiden kann, wofür er oder sie seine Energie und sein Herz einsetzen möchte. Es gibt detaillierte Finanzierungsmodelle – das bekannteste in Deutschland stammt von dm-Gründer Götz Werner. ÖkonomInnen diskutieren nach wie vor über die Umsetzbarkeit.
Was mich interessiert, sind die Fragen dahinter:
Wofür erleichtern wir unsere Arbeit (und zahlen dafür einen hohen Preis), wenn das ökonomische System bestehen bleibt, wir also neue Arbeitsbereiche erfinden müssen, um unser Überleben zu sichern?
Was würden Menschen mit ihrem Leben anfangen, wenn ihnen die Angst genommen würde, nicht einmal das Nötigste decken zu können?
Ein solcher Wandel würde sicherlich eine herausfordernde Lernkurve mit sich bringen. Trotzdem glaube ich, dass es der menschlichen Natur entspricht, kreativ sein und Sorge tragen zu wollen – sobald Menschen sich sicher genug fühlen, Zeit und Energie haben und sich verbunden genug fühlen.
Auf die Herausforderungen von heute zu reagieren, bringt Innovation, Lebendigkeit und Hoffnung.